Markt+Technik-Blog

Bücher und Software für Computer und Mensch.

  • November 2009
    M D M D F S S
     1
    2345678
    9101112131415
    16171819202122
    23242526272829
    30EC
    Dezember 2009
    M D M D F S S
     123456
    78910111213
    14151617181920
    21222324252627
    28293031EC
  • Events

    • No events.
  • M+T twittert

pia Rezepte für Blitzsituationen

geschrieben am 18. November 2009 von Pia Kleine Wieskamp
19. November 2009
14:00to15:00

 

Fotografie hat vieles mit Kochen gemeinsam!

Auch wenn die Zutaten alle gleich sind, wird jeder Koch eine andere Variante eines Essens auf den Teller zaubern. Sicherlich wurde in zwei Jahrhunderten Fotografie kein Motiv ausgelassen. Dennoch hat sie nichts von ihrer Attraktivität verloren.

 BildNik1

Foto - Ronald und Gabriela Puhle: Blitzlicht ist eine Gestaltungskomponente der Fotografie, die in Maßen eingesetzt werden muss. Dabei bleibt in den meisten Fällen der Eingriff des Fotografen nicht aus. Versteckt im Garten brauchte diese Kaktusblüte einen Aufheller, der allerdings mit -1,7 LW sehr vorsichtig ausfällt.

Im Gegenteil, das digitale Fotografieren und die sofortige Verfügbarkeit haben sie massentauglich gemacht. Um beim Vergleich der Sinne zu bleiben: Koch und Fotograf haben es in ihrer Hand, die Zutaten nach ihrem Gusto zuzubereiten.
Genau hier liegt der Punkt, weshalb die Fotografie immer ein interessantes und spannendes Medium bleiben wird. Nicht das Motiv selbst, sondern der Fotograf gestaltet es in einem Lichtbild.

In den Zeilen werden wir Ihnen unsere Lösungen verschiedener Blitzlichtsituationen vorstellen. Ohne ins Triviale abzugleiten, haben wir die Motive bewusst einfach gehalten. Uns geht es in erster Linie darum, Varianten zu zeigen, die sich oft nur in Nuancen unterscheiden. Erst beim genauen Betrachten fallen die Unterschiede auf. Das Betrachten und studieren von Fotos sollte aus unserer Sicht noch vor dem Technikwissen stehen. Nicht immer ist Technik oder gar Präzision erforderlich, um beim Betrachter Ihrer Aufnahmen eine Reaktion herauszufordern.
Nicht nur im Rahmen dieses Buches haben wir Kontakt zu Fotografen gesucht, für die das Thema Blitzlichtfotografie Neuland ist. Uns ist aufgefallen, dass gerade am Anfang die Möglichkeiten der Digitalfotografie nicht ausgeschöpft werden. Ohne einen Millimeter Filmmaterial zu verbrauchen, sollten Sie ruhig mit dem Betrachtungswinkel oder der Ausleuchtung spielen. Die Exif-Informationen in den Bilddateien verraten Ihnen später die Kameraeinstellungen. Alle weiteren Informationen sollten Sie in einem Notizbuch oder als Sprachnotiz festhalten.

 BildNik2

Foto – Ronald und Gabriela Puhle: Motivprogramm Porträt versus manuelle Belichtungs- und Blitzleistungssteuerung. Beide Probeaufnahmen entstanden mit der Nikon D60. Die linke Aufnahme zeigt das Ergebnis des Motivprogramms Porträt. Hier haben Sie keine Möglichkeit, die Belichtung und Blitzleistung anzupassen. Das Gesicht unseres Modells Yvonne ist förmlich flach geblitzt. Es sind keine Gesichtsstrukturen zu erkennen. Außerdem zeichnet sich ein deutlicher Schlagschatten im Hintergrund ab. Im rechten Bild wurde die Belichtung und Blitzleistung manuell vorgegeben. Dadurch wurden nicht nur die Mängel der ersten Aufnahme beseitigt, auch die zusätzliche Lichtquelle am Hinterkopf kommt besser zur Geltung.

Gehen Sie dabei mit einer spielerischen Ernsthaftigkeit an die Aufnahmen. Oft wird unterschätzt, wie viel Zeit und Anläufe es für eine gute Aufnahme braucht. Der Hinweis klingt banal, einmal mehr das Kameradisplay, die Spitzlicht-Anzeige oder das Histogramm zu konsultieren. Oft ist unnötige Hektik der Grund, den guten Vorsatz schnell über Bord zu werfen. Gönnen Sie sich Momente des Durchatmens und nehmen Sie die ersten Resultate kritisch unter die Lupe. Unsere Rezepte werden in unterschiedlicher Form ausfallen. Einige bauen auf die vorangegangenen Kapitel auf. Dementsprechend stehen eher praktische Anmerkungen im Vordergrund. Insbesondere beim entfesselten Blitzen gehen wir mit Aufnahmen der Geräteeinstellungen noch einmal ins Detail. Lassen Sie uns noch ein paar Worte zum Thema Motivprogramme & Co. verlieren. Wenn Ihnen keine Zeit für eigene Kameraeinstellungen bleibt, dann haben solche Hilfen durchaus ihre Berechtigung. Sie sollten sich dennoch bewusst sein, dass die Vorgaben der Kameraelektronik bindend sind. In den meisten Fällen kommen am Ende Fotos mit Schnappschuss-Charakter heraus.

Jedes Motiv ist anders und kann selbst von der besten Automatik nicht optimal eingefangen werden. Wenn Sie die Unterstützung einer Automatik benötigen, ist der Zeit- oder Blendenautomatik der Vorzug vor der Programmautomatik zu geben. Die Zeitautomatik bietet sich für das Spiel mit der Schärfentiefe an. Hier geben Sie die Blendenöffnung vor und die Belichtungszeit wird für eine optimale Belichtung nachgeregelt. Wenn Sie Wert auf bestimmte Belichtungszeiten legen, dann ist die Blendenautomatik genau richtig.
Ungeachtet dessen sollten Sie Schritt für Schritt zur manuellen Belichtungssteuerung übergehen. Wenn es die Zeit zulässt, nehmen Sie ein Motiv in einer der Automatiken auf und merken sich die angezeigten Kameraeinstellungen. Wechseln Sie danach in den manuellen Modus und variieren Sie mit Unterstützung des Belichtungsmessers die Parameter. Sie werden schnell erkennen, dass eine Belichtungskorrektur wahre Wunder bewirken kann.
Im Vordergrund steht hier das Thema i-TTL. Unter dieser Prämisse sind die jeweiligen Szenen und Motive ausgewählt. Wir wollen die Beispiele dennoch nutzen, Ihnen an der ein oder anderen Stelle davon abweichende Lösungsansätze vorzustellen. Der Schwenk ist oft mit Wechsel in die manuelle Blitzsteuerung verbunden. Wie bei den Programmmodi und der manuellen Belichtungskontrolle wollen wir Sie animieren, auch diesen Pfad zu beschreiten. In dem Sinne: Betrachten Sie die nachfolgenden Rezepte als Anregung und fühlen Sie sich frei, sie nach Ihren Vorstellungen abzuwandeln. Kreiern Sie aus den fotografischen Zutaten Ihr persönliches Menü.

Nikon-Blitz3DCoverWeitere Fragen zum Thema Blitzen? 

Nicht vergessen: DAS Twitter-Interview auf @mut_de! Fotografieren Sie gerne und verwenden dabei den Blitz? Gibt es rote Augen oder andere Fragen? Stellen Sie eine Frage und gewinnen Sie eines der 5 Exemplare des Titels Nikon Systemblitz-Technik .  Stellen Sie am 19. November 2009 zwischen 14 und 15 Uhr via Twitter oder als Kommentar auf diesen Blogbeitrag Ihre Fragen direkt an die Autoren des Buches “Nikon Systemblitz-Technik” stellen. Die Autoren sind Gabriela & Ronald Puhle  (Twitter von Ronald ist der_kampffussel ). Natürlich können Sie Ihre Frage(n) zuvor als Kommentar auf diesen Blog-Beitrag posten!

Nutzt auf Twitter den Hashtag #BB (für BlitzBuch!)

  • Twitter
  • Facebook
  • MisterWong.DE
  • Google Bookmarks
  • MySpace
  • Digg
  • del.icio.us
  • Furl
  • Technorati
  • YahooMyWeb
  • Slashdot
  • Yigg

2 Kommentare to “Rezepte für Blitzsituationen”

  1. Tweets die Markt+Technik-Blog » Blog Archive » Rezepte für Blitzsituationen erwähnt -- Topsy.com Says:

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Markt+Technik Verlag und Markt+Technik Verlag, Markt+Technik Verlag erwähnt. Markt+Technik Verlag sagte: Rezepte für Blitzsituationen: http://blog.mut.de/archives/2410 – Weitere Fragen benatwortet MORGEN der Autor von 14-15 Uhr per Twitter! [...]

  2. Retuschieren von Fotos leicht gemacht | Fotografie-Anleitung Says:

    [...] Fotobearbeitung bietet die Gelegenheit zum Entfernen der roten Augen, die entstehen, wenn sich das Blitzlicht in den Augen widerspiegelt. Dazu werden mit einem speziellen Werkzeug die Augen so lange angeklickt, bis die [...]

Einen Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>