Adobes Photoshop CS5 gekonnt einsetzen
geschrieben am 29. Juni 2010 von Pia Kleine Wieskamp
Willkommen zur mittlerweile siebten Version dieses Buchs!
Das Wissen zwischen diesen beiden Buchdeckeln soll sowohl interessierten Amateuren als auch professionellen Einsteigern zu einem
leichten Einstieg in die Welt der digitalen Bildbearbeitung verhelfen.
Ob Sie Ihre Digitalfotografien optimieren möchten oder ob Ihnen der Sinn nach interessanten Bildcomposings steht – dieses Buch der Autorinnen Isolde Kommer und Tilly Mersin bringt alle notwendigen Kenntnisse auf den Punkt. Bereits fortgeschrittene Anwender finden ein Nachschlagewerk, das in kurzen eingängigen Abschnitten die komplexeren Funktionen von Photoshop behandelt.
Digitale Fotografie: Informieren Sie sich ausführlich über die Organisation Ihres Bildmaterials mit Adobe Bridge, über die Verwendung von Camera-RAW-Daten in Photoshop und professionelle Optimierung und Retusche von Digitalfotos.
CS5-Neuerungen: In der Version CS5 bringt Adobe seit Längerem wieder einmal größere Neuerungen und Verbesserungen. Achten Sie beim Durchblättern des Buchs auf das „Neu“-Symbol; dann sehen Sie gleich die CS5-Neuerungen. Außerdem erhalten Sie an jedem Kapitelanfang einen kurzen Überblick über die neuen bzw. überarbeiteten Funktionen.
Workshops mit Bildmaterial auf der DVD: Durch farbige Hinterlegungen und ein DVD-Symbol gekennzeichnete Workshops zeigen Ihnen, wie Sie die ausgefeilten Funktionen von Photoshop CS5 in der Praxis einsetzen. Dazu verwenden wir Bildmaterial, das Sie auf der beigefügten DVD finden. Außerdem finden Sie auf der DVD je eine Mac- und eine Windows-Testversion von Photoshop CS5 Extended.
Buchauszug: Einige Tipps der Autorinnen Isolde Kommer unbd Tilly Mersin
Tipps für gelungene Fotos
• Die Korrekturfunktionen der Kamera-Software – beispielsweise Kontrast, Schärfe und Sättigung – sollten Sie ausschalten (es sei denn, Ihre Kamera nimmt Raw-Bilder auf, dann sind die Autofunktionen unproblematisch).
• Manche Kameras nehmen Fotos grundsätzlich mit unattraktiven Farben auf. In diesem Fall sollten Sie den automatischen Weißabgleich abschalten.
Stattdessen wählen Sie die Tageslichteinstellung. Falls Ihre Kamera dies ermöglicht, können Sie stattdessen eine weiße oder graue Fläche fotografieren und diesen Wert als Weiß bzw. Neutralgrau festlegen. In späteren Aufnahmen korrigiert die Kamera diese Werte in Weiß bzw. Neutralgrau.
• Versuchen Sie, Bildrauschen bereits beim Fotografieren zu vermeiden, da es sich auch in Photoshop meist nur unvollständig entfernen lässt. Viel Rauschen erhalten Sie mit hoher ISO-Empfindlichkeit.
Faustregel: ISO 50 oder 100 ist für Kompaktkameras geeignet, für Spiegelreflexgeräte bis ISO 400.
• Auch wenn Sie im Endeffekt Graustufenbilder erzielen möchten, sollten Sie Ihre Digitalkamera nicht auf Schwarzweiß umschalten. Photoshop bietet Ihnen viel flexiblere Möglichkeiten, attraktive Graustufenbilder zu erzeugen.
Tipps für das Scannen gedruckter Vorlagen
Bei Vorlagen, die bereits einmal mit Raster gedruckt wurden, beispielsweise Bilder in Zeitschriften, treten häufig Moiré-Muster auf. Ein Beispiel für ein solches Moiré sehen Sie in den folgenden beiden Bildern.

Moiré-Muster verderben das beste Bild.
Moiré-Muster sind das Ergebnis von Interferenzen zwischen Bild- und Scanraster. Moirés lassen sich bei gedruckten Vorlagen schlecht grundsätzlich vermeiden. Sie können aber Vorsorge treffen, um sie wenigstens zu minimieren.
1. Scannen Sie das Bild in vierfacher Auflösung ein. Danach verwenden Sie in Photoshop den Gaußschen Weichzeichner. Das Bild verliert durch diese Maßnahme allerdings etwas an Schärfe. Setzen Sie dann die Bildauflösung mit Bild ? Bildgröße auf die erforderliche niedrigere Stufe. Dadurch wird auch die Unschärfe
wieder etwas reduziert.
2. Alternativ drehen Sie das Bild beim Scannen ganz leicht. Dadurch werden die Interferenzen reduziert.
3. Verwenden Sie den Filter Rauschen entfernen.
Viele Scanprogramme sind mit einer Defokus-Funktion ausgestattet. Damit verhindern Sie das Moiré-Muster bereits im Vorfeld – vorausgesetzt, Sie kennen die Rasterweite, in der das Bild gedruckt wurde. Diese müssen Sie für die Defokus-Funktion in der Scansoftware angeben.
Die Rasterweite lässt sich mit einem Rasterweitenmesser oder mit einem Fadenzähler zumindest annähernd herausfinden. Ein Fadenzähler ist eine kleine Lupe mit einer Skala, die in Zehntelmillimeter unterteilt ist. Platzieren Sie den Fadenzähler parallel zum Raster auf Ihrer Vorlage. An der Skala lesen Sie die Rasterweite ab. Das etwas umständliche Zählen entfällt, wenn Sie statt des Fadenzählers einen Rasterweitenmesser einsetzen. Auch dieser hat eine Einteilung in Zehntelmillimeter.
Die Linien des Rasterweitenmessers sind in verschiedenen Winkeln angeordnet, so dass ein Interferenzmuster entsteht, wenn Sie den Rasterweitenmesser so auf die Vorlage auflegen, dass die mittlere Linie am Rasterwinkel ausgerichtet ist. Am Interferenzmuster, das sich nun bildet, lesen Sie die Rasterweite an der Spitze der Karoform an der Rasterweitenskala ab.

Weitere Informationen zum Buch erhalten Sie hier.
