Apples iPhone 4S ist mehr als ein Telefon; es ist ein Boardcomputer der auf den Namen Siri hört mit iCloud, Kamera, Videogerät, Musikbox, Kommunikator, eine elektronische Bibliothek und vieles mehr!
Und dank Siri ist das iPhone 4S noch intuitiver – eben ein faszinierendes Gerät, mit dem Sie surfen, mailen, twittern, Musik hören, Videos schauen – oder ein fach nur telefonieren können (auch per Video). Und mit dem Sie Kontakte, Kalender, Mails, Fotos, Apps, Musik etc. via iCloud sichern oder mit Mac und iPad synchronisieren.
Wie Sie alle Funktionen des iPhone 4S und seines Betriebssystems iOS5 vom Start weg richtig nutzen, zeigt Ihnen Apple-Experte Giesbert Damaschke in seinem Buch iPhone 4S: “Das iPhone nicht einfach nur ein nützlicher digitaler Begleiter, es ist auch ungemein angenehm, und es macht einfach Spaß, mit diesem Gerät zu arbeiten oder auch nur damit herumzuspielen. Das ist übrigens keine Kleinigkeit oder eine zu vernachlässigende Spielerei, sondern gehört ganz wesentlich zur Funktionalität des iPhones.
Denn ein Gerät, das als ständiger mobiler Begleiter genutzt werden soll, darf sich nicht sperrig, unhandlich oder lästig anfühlen. Lästige Dinge werden gerne liegengelassen oder daheim vergessen. Ein mobiles Gerät ist aber nur dann nützlich, wenn es wie selbstverständlich mitgenommen wird – also wenn es nützlich und angenehm zugleich ist. So wie das iPhone.”
Siri
Wer die TV-Serie „ Star Trek“ kennt, der weiß, wie man dort mit Computern umgeht: Man redet mit ihnen, gibt ihnen Kommandos in natürlicher Sprache und bekommt gesprochene Antworten. Das ist Science Fiction, keine Frage. Doch mit Siri wird diese Zukunftsvision für das iPhone 4S ein wenig Realität.
Apple preist Siri als „intelligenten Assistenten“ an, mit dem man sich ganz normal unterhalten könne, um bestimmte Aktionen auszulösen: Ob SMS oder Telefon, Notiz oder Wetter, Aktienkurs oder Termine – all das können Sie dank Siri in einem kleinen Gespräch erledigen oder abfragen.
Auch wenn Siri (wie im linken Beispiel) etwas falsch versteht – es wurde „Hallo Siri, wie wird …“ gefragt –, kann es doch richtige Antworten geben.
Allerdings ist Siri noch im Beta-Stadium, also zwar durchaus einsetzbar, aber noch lange nicht fertig. Siri versteht viel, aber noch mehr versteht es nicht. So stehen hierzulande etwa (noch) keine Verkehrs- oder Ortsinformationen zur Verfügung, auch der Zugriff auf die großartige Wissensdatenbank Wolfram Alpha ist in Deutschland (noch) nicht möglich. Aber Apple arbeitet daran und hat entsprechende Updates für 2012 versprochen.
In der deutschen Fassung sind die Möglichkeiten von Siri noch beschränkt, aber das will Apple im Laufe der Zeit ändern.
Die eigentliche Analyse Ihrer gesprochenen Anweisungen erfolgt übrigens nicht auf dem iPhone, sondern auf den Servern von Apple. Daher muss das iPhone zwingend online sein, wenn Sie mit Siri arbeiten möchten. Um das mitunter knappe Datenbudget eines Mobilfunkvertrags nicht mit Siri zu verquatschen (eine Anfrage bei Siri verbraucht je nach Nutzung zwischen 20 und 100 KB), sollten Sie Siri unterwegs eher sparsam einsetzen und längere Konversationen möglichst nur im WLAN führen. Und noch etwas ist zu beachten: Siri ist ein regelrechter Akkukiller. Bei intensiver Nutzung von Siri reduziert sich die Akkulaufzeit Ihres iPhones drastisch.
Die Hilfe gibt Ihnen einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten von Siri.
Wie Sie sehen („Erinnere mich Mama anrufen“), sollten Sie Siri nicht unbedingt mit korrekter Grammatik verwirren.
Um Siri zu starten, halten Sie die Home-Taste etwas länger gedrückt. Sobald das Mikrofon eingeblendet wird und Siri sich gemeldet hat, können Sie loslegen. Fragen Sie Siri doch einfach mal nach der Uhrzeit („Wie spät ist es?“) oder nach dem Wetter. Dabei müssen Sie sich übrigens nicht auf simple Fragen wie „Wie wird morgen das Wetter?“ beschränken, sondern können auch Formulierungen wie „Brauche ich morgen einen Regenschirm?“ benutzen.
Praktisch ist auch die Diktatfunktion von Siri!
Wenn Sie Text eingeben (etwa bei einer Notiz oder E-Mail), sehen Sie in der Tastatur ein Mikrofonsymbol. Nach einem Tipp auf dieses Symbol können Sie Siri Text diktieren, der automatisch in Schrift umgewandelt wird. Das funktioniert noch lange nicht perfekt, aber schon ganz erstaunlich gut und kann einem doch recht viel Tipparbeit abnehmen.
Satzzeichen setzt Siri, wenn Sie entsprechende Anweisungen sprechen. Aus „Hallo Peter Komma wie geht es Dir Fragezeichen“ macht Siri dann „Hallo Peter, wie geht es Dir?“ Einen Zeilenumbruch erzeugen Sie mit „neue Zeile“, einen neuen Absatz entsprechend mit „neuer Absatz“. Natürlich können Sie Siri auch direkt anweisen, eine neue Notiz anzulegen und anschließend den Text diktieren.
Bei vielen kleinen Standardaktionen kann Ihnen Siri die Tipparbeit abnehmen – sagen Sie dem System einfach, was es tun soll.
Die Stärken und das immense Potenzial von Siri erkennt man allerdings erst, wenn man das System unter Einstellungen > Siri > Sprache auf Englisch stellt. Nicht nur, dass mit diesem Wechsel die Verständnisfähigkeit von Siri deutlich steigt, Siri hat nun auch Zugriff auf die erwähnte Wissensdatenbank von Wolfram Alpha – und damit sind ganz erstaunliche Dinge möglich. Hier können Sie Fragen stellen, für deren Beantwortung Sie ansonsten vielleicht Google oder die Wikipedia bemüht hätten.
Stellen Sie Siri auf Englisch um, hat Siri Zugriff auf Wolfram Alpha. Das schützt allerdings auch nicht vor Fehlinterpretationen.
Giesbert Damaschke schreibt als freier Journalist zu (fast) allem, was mit Apple zu tun hat – etwa in seinen beliebten Einsteigerbüchern zum iPad und zu OS X Lion und in seinem viel gelesenen www.insidemac-blog.de.